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Universität Rostock

Das Hauptgebäude der Rostocker Uni gehört zu den beeindruckensten Bauwerken der Innenstadt. Errichtet wurde es zwischen 1867 und 1870 im Stil der mecklenburgischen Terrakottarenaissance.

Eine Bronzetafel erinnert an die Gründung einer der ältesten Universitäten Deutschlands Eine Kupfertafel rechts neben dem Haupteingang erinnert an die lange Tradition der bereits 1419 gegründeten Alma Mater. Die Universität Rostock ist somit die älteste Uni im ganzen Ostseeraum und die drittälteste in Deutschland. An die vier Gründungsfakultäten erinnern die vier Plastiken, die im Übergangsbereich zwischen dem roten und dem gelben Fassadenbereich angebracht sind. Von links nach rechts: Medizin, Theologie, Jura und Philosophie. Mittlerweile kann man Jura nicht mehr in Rostock studieren.

Stifter und erster Rektor

Die beiden sympathischen Herren, die links und rechts oberhalb des Tores zum Hauptgebäude der Uni Rostock wachen, sind die Herzöge Johann und Albrecht zu Mecklenburg. Sie gelten als Gründer bzw. Stifter der ersten norddeutschen Hochschule. Das Portrait direkt über dem Portal des Hauptgebäudes stellt den ersten Kanzler, den Bischof von Schwerin, dar. Darüber der (ehemalige) Leitspruch der Uni: “Doctrina multiplex veritas una” – “Es gibt viele Lehren, aber nur eine Wahrheit”.

DDR-Überbleibsel entfernt

Das Hauptgebäude der Universität Rostock Die “Bauchbinde”, also jene Reihe an Portraits, die sich zwischen der Fensterreihe im “gelben” Fassadenteil des Hauptgebäudes der Universität Rostock befinden, stellen verschiedene berühmte Wissenschaftler und Theologen dar. Ein Schriftzug aus DDR-Zeiten, der den damaligen Namen “Wilhelm-Pieck-Universität” enthielt, wurde nach der Wende allerdings aus diesem Bereich entfernt. Stele “Lesen und Studieren”.

Zwei weitere Sehenswürdigkeiten befinden sich direkt vor dem Hauptgebäude der Universität von Rostock. Zum einen die Kalkstein-Stele “Lesen und Studieren” vom Dresdner Bildhauer Peter Makolies von 1985. Sie wurde anlässlich des neu erbauten Fünfgiebelhauses sowie der Erneuerung des Universitätsplatzes gebaut.

Blücher-Statue

Blick vom Hauptgebäude auf den Universitätsplatz Zum anderen findet sich auf der anderen Seite des Universitätsplatzes eine etwas obskure Statue des 1742 in Rostock geborenen, preußischen Generalfeldmarschalls von Blücher, der in den so genannten Befreiungskriegen gegen Napoleon eine zentrale Rolle spielte und u.a. 1815 in Paris einmarschierte. Die Skulptur zeigt ihn als antiken Helden verkleidet, allerdings standesgemäß mit preußischen Schnurrbart.

Interessant ist, dass die Statue aufgrund einer Ente in einer hamburgischen Zeitung 1819 errichtet wurde. Dort wurde berichtet, dass die Stadt Rostock zum Gedenken an ihren berühmten Sohn ein Denkmal plane. Dies war aber schlicht erlogen, dummerweise bekam Blücher davon Wind, zeigte sich sehr gerührt und versetzte Rostock somit in Zugzwang.

Stalinplatz – heute: Universitätsplatz

Die Universitätskapelle, direkt hinter dem Hauptgebäude Das Hauptgebäude der Uni Rostock ist im Übrigen bereits das dritte Universitätsgebäude an dieser Stelle. Zuvor befand sich an dieser Stelle das “Weiße Kolleg”. Parkanlage und Platz um das Gebäude herum heißen sinnigerweise Universitätsplatz, zwischen 1950 und 1951 trug der Ort allerdings auch mal kurzfristig den etwas zweifelhaften Namen Stalinplatz. Links daneben schließen Klosterhof und Universitätskapelle an. Rechts am Hauptgebäude vorbei geht es zum Kröpeliner Tor.

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