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Schnickmannstraße – der maritime Sozialismus

Die Schnickmannstraße gehört vielleicht zu den interessantesten Gassen im Rostocker Stadtkern. Denn sie ist Symbol für die späte DDR-Stadtplanung und sticht durch einen einzigartigen Wasserlauf sowie Plattenbauten in Sonderanfertigung auf.

Um den hanseatisch-maritimen Charme wieder herzustellen, verzichteten die sozialistischen Stadtplaner in den 1980er-Jahren darauf, die standardisierten Plattenbauten nahe dem Warnowufer zu bauen. Stattdessen haben die Häuser improvisierte Giebel, die in kleinen Serien als Sonderanfertigung für die Häuser der Schnickmannstraße produziert wurden. Ebenfalls kommt eine modifizierte Hausfront zum Einsatz, bei der erst beim zweiten Blick die Fugen zwischen den Plattenblöcken zu erkennen sind. Auf diese Weise wurde eine maritim wirkende Siedlung gebaut, deren kleine Gassen auch heute noch zu den beliebtesten Wohngegenden in Rostock gehören.

Brunnen und Skulpturen

Brunnen Schickmannstraße Die Schnickmannstraße liegt als Parallele zwischen Stadthafen und Lange Straße, ihre verlängerte Achse zeigt genau auf den Hopfenmarkt nahe des Uni-Hauptgebäudes. 1988 wurde vom Rostocker Bildhauer Wolfgang Friedrich ein Brunnen mit Wasserlauf angelegt, welcher spielerisch die flachen Treppenstufen hoch zur Lange Straße durchbricht. Die Liegende Die Skulptur “Quelle” von Karl-Heinz Appelt bildet den Ursprung des Wasserlaufs. Eine Interpretation ist, dass hier das sozialistische Kollektiv den Ursprung für Leben und Bewegung darstellt. Anderseits passt die lasziv sich räkelnde Bronzestatue “Die Liegende” von Reinhard Buch nicht so ganz in diese Deutung. Vielleicht ist es aber auch gerade diese Symbiose zwischen Lust und Gemeinschaft, die den spätsozialistischen Stadtplanern bei der Schnickmannstraße vorschwebte.

Folgt man der Schnickmannstraße bis zum Stadthafen, trifft man zudem auf eine Art gigantisches, etwa elf Meter hohes Windspiel namens “Segel im Wind” von Achim Kühn, ebenfalls kurz vor der Wende 1988 hier installiert. Bis heute sind die Rostocker geteilter Meinung, ob diese Skulptur gelungen auf die maritime Vergangenheit verweist, oder ob es sich dabei nicht eher um eine Art überdimensioniertes Küchengerät handelt.

Wittesche Speicher

Wittische Speicher Die Schnickmannstraße selbst wurde 1942 durch die Royal Airforce schwer beschädigt und wurde zugunsten der intensiven Plattenbau-Neubaubezirke bis in die späten 1970er-Jahre von Rostock vernachlässigt. Erst 1978 wurden fast alle baufälligen Häuser abgerissen und durch besagte Sonderplattenbauten ersetzt. Die einzige Ausnahme macht der Wittesche Speicher aus dem späten 18. Jahrhundert. Dieser wurde komplett sarniert und ist ein weiterer Blickfang in der Schnickmannstraße. Touristen sollten sich die Zeit nehmen, durch das einige hundert Meter lange Gässchen zu spazieren. Einige Fischrestaurants laden an dieser Stelle zudem zum Verweilen ein.

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