headerphoto

Ostsee-Stadion – Vom Erzgebirge an die Küste

Unter dem Namen Ostseestadion ist die DKB-Arena, die Spielstätte des F.C. Hansa Rostock, bundesweit bekannt. Das Stadion in seiner jetzigen Form stammt aus dem Jahr 2001.

Seitenansicht vom Ostseestadion. Ein Findling auf dem großen Platz vor den östlichen und westlichen Eingängen macht den Besucher mit der wechselvollen Geschichte des Ostseestadions vertraut. Erbaut wurde es zwischen 1953 und 1956 vom Nationalen Aufbauwerk der DDR. Dies gelang aber nur durch den Einsatz tausender Freiwilliger, die zusammengerechnet über 230.000 Arbeitsstunden geleistet haben. Die Arbeitszeit wird mit einem Gegenwert von knapp 930.000 DDR-Mark angegeben.

Eröffnung 1954

Findling vor dem Stadion, der an die DDR-Aufbauarbeit und auf die Sanierung 2001 hinweist. Eröffnet wurde das Ostseestadion offiziell schon am 27. Juni 1954 mit den Endkämpfen der nationalen Leichtathletik-Meisterschaften der DDR. Dies macht zugleich auch deutlich, dass die Anlage von Anfang an als umfassende Sportstätte gedacht wurde, samt Aschebahn und verschiedenen Übungsplätzen. Noch heute befindet sich neben dem Ostseestation ein breiter Sportpark und die Eishalle Rostocks.

Symbolträchtiger Sportverein

Der F.C. Hansa Rostock selbst wurde Ende 1965 aus der Fußballabteilung des SC Empor Rostock heraus gegründet. Mit dieser Spezialisierung sollte Rostock mehr Möglichkeiten haben, ganz oben in der Liga der DDR mitzuspielen. Bereits 1954 wurde die aus dem Erzgebirge (!) stammende Oberligamannschaft BSG Empor Lauter an die Ostsee delegiert um die Reihen des SC Empor Rostock zu verstärken. Damals wie heute kam dem Fußball in Rostock eine hohe symbolische, fast schon staatstragende Rolle zu. Ganz Mecklenburg-Vorpommern identifiziert sich bis heute mit der “Kogge”.

Stadion in der Ersten Liga

Fluchtlichtmast am Ostseestadion. Entsprechend wurde das Ostseestadion im Jahr 2001, nachdem sich Hansa Rostock bereits fünf Jahre in der Ersten Bundesliga halten konnte, komplett erneuert und zu einem modernen Stadion ausschließlich für den Profifußballs ausgebaut. Eine Rasenheizung, überdachte Tribünen und digitale Anzeigetafeln sorgen nun für einen grundlegenden Komfort. Insgesamt können heute über 25.000 Zuschauer im Stadion Platz nehmen.

Aufmarschplatz im Dritten Reich

Der “Platz des Friedens” gegenüber dem Ostseestation ist übrigens nicht nur ein reiner Parkplatz. Während der Diktatur des Nationalsozialismus firmierte das Gelände unter “Platz des Führers” und diente für Kundgebungen. Die heutige Kopernikusstraße hieß damals “Adolf Hitler Straße”. Was viele nicht wissen: Das Gelände, auf dem sich nun das Stadion befindet, war als großer Aufmarschplatz für Militär und Massenkundgebungen geplant. Der dafür aufgeschüttete Erdwall wurde vom Nationalen Aufbauwerk der DDR mit genutzt.

Verkehrsanbindung / Sehenswertes

Das Ostseestadion befindet sich im Rostocker Hansa Viertel und lässt sich mit den Buslinien 25, 27 und 28 sowie der Nachtlinie F1 erreichen. Der nahe gelegende Barnstofer-Wald (Schillingallee entlang) bietet sich für Spaziergänge und frische Luft an. Außerdem befinden sich Teile der medizinischen Fakultät samt einiger alter, sehenswerter Gebäude hier. Im Sommer sollte man sich ein Eis von dem berühmten Eiswagen am Eingang des Zentrums für innere Medizin nicht entgehen lassen.

Ostseestadion GmbH & Co. KG
Kopernikusstraße 17
18057 Rostock
Telefon: ++49 (0381) 3770 127
Telefax: ++49 (0381) 3770 205
E-Mail: info@ostseestadion-gmbh.de
Internet: http://www.dkb-arena-rostock.de